Praxis
02_2007
Institute machen gute Erfahrungen mit der zentralen Nachbearbeitung
Bei der ersten Flächentranche der Darlehensmigration stellten am zweiten Märzwochenende zehn Institute insgesamt 165.703 Aktiv-, 17.894 Passiv- und 149 Konsortialkonten um. Bodo Meyer von der Sparkasse Nienburg und Birgit Priemer von der Sparkasse Dessau berichten von der Migration und der zentralen Nachbearbeitung in Hannover.
„Es ist sinnvoll, im Vorfeld der
Migration das ,Übungsinstitut' zu nutzen.“ Bodo Meyer, Darlehensbuchhalter, Sparkasse Nienburg
„Wir waren sofort nach dem Migrationswochenende mit Hilfe einer externen Unterstützerin wieder einsatzfähig, die zentrale Nachbearbeitung hat bis zum 15. März gedauert. Ein zehnköpfiges Team in wechselnder Zusammensetzung aus verschiedenen Abteilungen war mit dem Projekt beschäftigt. Während der Migrationsphase haben wir vorübergehend das Personal in der Darlehensbuchhaltung aufgestockt, um das Pensum zu bewältigen.
Zur zentralen Nachbearbeitung haben wir vier Tage mit zwei Mitarbeitern der Darlehensbuchhaltung in Hannover bei der FinanzIT gearbeitet. Das war vorteilhaft, weil sich so genau die Mitarbeiter mit der Nachbearbeitung beschäftigen konnten, die wissen, wie mit den einzelnen Konten umzugehen ist. Außerdem konnten wir uns gegenseitig direkt vor Ort abstimmen. Während der Nachbearbeitung standen für uns ausreichend Betreuer und Experten zur Verfügung, sodass wir uns gut betreut fühlten.
Auf jeden Fall sollte man genug Zeit für die zentrale Nachbearbeitung einplanen. Wir haben 30.702 lebende Darlehenskonten umgestellt, da kommt es zwangsläufig zu Fehlern. Am besten können diese bei der Nachbearbeitung behoben werden – im Tagesgeschäft fehlt später oft die Zeit dafür. Sinnvoll wäre es gewesen, das ,Übungsinstitut' im Vorfeld der Migration zu nutzen, mir fehlte dazu leider die Zeit.“ //
- Kontakt: bodo.meyer(at)sparkasse-nienburg.de
„Dank der guten Unterstützung durch die Experten konnten wir die zentrale Nachbearbeitung schneller abschließen als wir eingeplant hatten.“ Birgit Priemer, Abteilungsleiterin Kreditsekretariat,
Sparkasse Dessau
„Wir haben viel Zeit in die Vorbereitung der Migration investiert. Vor allem der Aufwand der Anpassung der überzuleitenden Daten ist nicht zu unterschätzen. Hier muss im Vorfeld reichlich Zeit einkalkuliert werden, es sollte nicht zu zeitig, aber auch nicht zu knapp begonnen werden. Bei uns war ein Projektteam von anfangs vier, später neun Mitarbeitern etwa 340 Arbeitstage mit der Vorbereitung beschäftigt – ohne Schulungsmaßnahmen. Ich kann nur dringend empfehlen, die Zeitschiene, die die FinanzIT für die Migration vorgibt, ernst zu nehmen.
Die eigentliche Migration unserer 6.500 Aktivkonten am Wochenende verlief problemlos. Zur zentralen Nachbearbeitung sind wir zu dritt – zwei Mitarbeiter der Darlehensbuchhaltung und die Projektleitung – nach Hannover gefahren. Die zentrale Nachbearbeitung erforderte insbesondere von den Darlehensbuchhaltern nochmals Konzentration, aber dank der guten Unterstützung durch die Experten und Betreuer vor Ort und unserer intensiven Vorbereitung waren wir schon nach drei statt den angesetzten fünf Tagen fertig.
Nach Migration bestätigte sich der angekündigte Mehraufwand im Tagesgeschäft und in der Steuerung der Anwendung. Wir rechnen mit drei Monaten Nachbearbeitungs- und Einarbeitungsphase, sodass für uns die Migration erst mit Ende des zweiten Quartals richtig abgeschlossen sein wird.“ //
- Kontakt: birgit.priemer(at)sparkasse-dessau.de
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