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 Praxis 



Die Kombilösung für Meldorf

Netzwerkinfrastruktur

 

 
Die Verbandssparkasse Meldorf hat zeitgleich mit der Migration auf die Zentrale Produktionsplattform (ZPP) auf das Integrierte FinanzIT-Netz (IFN) umgestellt. Das half dem Institut, nicht nur Leitungskosten einzusparen, sondern auch die Not- und Ausfallplanung zu verbessern.

 

Gründe, die Infrastruktur auf den Prüfstand zu stellen, hatte die Verbandssparkasse Meldorf zu Genüge: Investitionen in die Netzwerkhardware waren notwendig, da der Service vom Herstelle bereits gekündigt war. Für eine tragfähige Not- und Ausfallplanung fehlte es noch an einer redundanten Anbindung an das Rechenzentrum. Und nicht zuletzt ließen es wirtschaftliche Erwägungen mehr als ratsam erscheinen, die IT-Infrastruktur des Instituts zu optimieren.

 

Die Sparkasse entschied sich, die IT-Infrastruktur einer Gesamtbetrachtung zu unterziehen. Dass sich ein solcher Ansatz auszahlt, bestätigte sich schnell. Als das Institut im Frühjahr vergangenen Jahres mit den Planungen für die Migration auf die Zentrale Produktionsplattform (ZPP) begann, stellte sich heraus, dass der bestehende Standardanschluss mit zwei MB nicht ausreichen würde, um den Serverbetrieb zu zentralisieren. ZPP erfordert einen Premiumanschluss.


„Das hätte für uns erhebliche Mehrkosten zur Folge gehabt“, erzählt Hans-Georg Fenske, Leiter Organisation und IT bei der Verbandssparkasse Meldorf. „Der Vorschlag der FinanzIT, das neue Integrierte FinanzITNetz (IFN) zu pilotieren, kam in dieser Situation gerade recht.“ Denn mit IFN war nicht nur das Problem der Leitungskapazitäten gelöst. Auch wesentliche Aspekte der Not- und Ausfallplanung ließen sich so umsetzen.


IFN: Die Vorteile auf einem Blick

Kostensenkungspotenzial:
Mit der IFN-Nutzung wird die gesamte WAN-Leistung aus einer Hand bezogen,
bestehende Teilleistungsverträge mit Dienstleistern können entfallen.

Zukunftsfähigkeit:
Künftige Änderungen im Netz können aufwandsoptimiert und flexibler durchgeführt werden.

Risikoreduzierung:
Das Ausfallrisiko der gesamten Sparkasse wird durch die Wolkenstruktur des IFN reduziert.


 

Kein Zweifel: Aus der Sicht der Verbandssparkasse Meldorf ergänzten sich ZPP und IFN hervorragend. Folgerichtig entschied sich das Institut für eine enge Verzahnung beider Projekte. Sie fand bereits in der Planungsphase ihren Niederschlag. In Zusammenarbeit mit der FinanzIT erstellte das Institut ein Gesamtkonzept, bei dem die Verfügbarkeit der Leitung, die Ausfallwahrscheinlichkeit, Servicelevel und Kosten sowie die technische Umsetzung geprüft wurden. Eingeschlossen waren eine Ist-Aufnahme des vorhandenen Netzwerks sowie ein Soll-Konzept für die künftige Infrastruktur. Für jeden Anschluss wurden die technischen Voraussetzungen geprüft und in den Geschäftsstellen entsprechend den Vorgaben der Projektpartner, FinanzIT und T-Systems, vorbereitet.


Ein wesentlicher Vorteil der neuen Netzstruktur ist die Flexibilität bei Auswahl und Kombination von Leistungsbandbreiten sowie Ausfallsicherheit. In der Verbandssparkasse Meldorf stellte sich bei der Prüfung der Leitungsbandbreiten heraus, dass sie diese für einige Geschäftsstellen reduzieren konnte, weil sich die Zahl der Arbeitsplätze dort verringert hatte. Das galt für die Anschlüsse von Geschäftsstellen, die bislang als netztechnische Kopfstellen dienten. Dort richtete sich der Bandbreitenbedarf nun ausschließlich nach der Zahl der eigenen Arbeitsplätze. Die Geschäftsstellen, die früher an die netztechnische Kopfstelle angebunden waren, kommunizieren nun über IFN direkt mit dem FinanzIT-Rechenzentrum. „Geringere Bandbreiten bedeuten geringere Leitungskosten“, bringt es Ralf Jochims, interner Projektleiter bei der Sparkasse Meldorf, auf den Punkt.


Auch in puncto Ausfallsicherheit bringt IFN erhebliche Vorteile. Durch das IFN ist eine Geschäftsstelle nicht mehr von der Online- Fähigkeit der Hauptstelle oder der netztechnischen Kopfstelle abhängig. In der bislang üblichen stern- und kaskadenförmigen Netzstruktur übernahmen die Hauptgeschäftsstelle und ausgewählte Geschäftsstellen eine Konzentratorfunktion. Das IFN dagegen ist eine Netzstruktur mit gleichberechtigten Anschlusspunkten. Das bedeutet: Durch den Anschluss aller Standorte – Hauptgeschäftsstelle, Filialen und SB-Stellen – an das IFN werden die Datenströme direkt zum Zielanschluss geleitet. Fällt die Hauptgeschäftsstelle aus, bleiben die jeweiligen Geschäftsstellen davon unberührt. Das reduziert die Ausfallwahrscheinlichkeit erheblich. Damit setzt IFN zentrale Anforderungen der Not- und Ausfallplanung um.

 

15 Manntage hat die Sparkasse für das Projekt Umstellung auf IFN aufgewandt. Das Projekt startete im März vergangenen Jahres. Im Juli erfolgte die Umstellung der letzten Geschäftstelle, wobei Pilotierung und Projekt fließend ineinander übergingen. 19 Standorte – inklusive Hauptstelle – wurden insgesamt umgestellt. „Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass wir den Aufwand sogar etwas zu hoch eingeschätzt haben“, lautet das Resümee von Projektleiter Jochims. „Es war nicht nötig, während der Umstellung mit zwei Technikern – einem aus dem Institut und einem aus der FinanzIT – vor Ort zu sein.“ Denn die Umstellung erfolgte nicht vor Ort. T-Systems und FinanzIT haben sich remote auf die Geräte aufgeschaltet. Die Konfiguration der von T-Systems betriebenen Router erfolgte schon vor dem Umstellungstag.

 

Neuinvestitionen in Routerhardware waren nicht erforderlich. Am Umstellungstag wurden die Leitungen parallel aufgebaut, um im Notfall auf die alte Leitung zurückschalten zu können. „Die parallele Bereitstellung der Leitungen während der Umstellung bietet zusätzliche Sicherheit“, erklärt Jochims und empfiehlt: „Deshalb sollte jedes Institut, das eine Umstellung auf IFN plant, prüfen, ob genügend Anschlüsse für eine parallele Bereitstellung zwischen alten und neuen Leitungen vorhanden sind.“ Der Leitungsausfall während der Umstellung in Meldorf betrug jeweils nur etwa eine Minute.

 

Unter dem Strich bringt die IFN-Netzinfrastruktur nicht nur eine zukunftsfähige, flexible Netztechnik, sondern auch handfeste Kostenvorteile. So haben die Meldorfer

  • ihre Leitungskosten um etwa 13 Prozent gesenkt,
  • Router-Verträge mit externen Dienstleistern gekündigt,
  • Abschreibungskosten gespart, weil sie keine eigenen Router mehr brauchen,
  • Terminalarbeitsplatz-Kosten reduziert,
  • die Kosten zur Pflege des Netzwerks eingespart.


„Allein durch die Umsetzung von IFN haben wir für unser Haus eine Gesamtkostenersparnisvon 40 Prozent erzielt“, freut sich Sparkassen-Organisationsleiter Fenske. „Erwartet hatten wir nur 20 Prozent Kostenreduktion.“

Die Kombination aus IFN und ZPP war für die Meldorfer Sparkasse somit ein voller Erfolg. „Selbstverständlich kann man die Migration auf die ZPP auch ohne Umstellung auf IFN vollziehen“, erläutert Fenske. „Das hängt von der jeweiligen IT-Infrastruktur der Sparkasse ab. Für uns war die Kombination aber auf jeden Fall die beste Lösung, und die Projekte IFN und ZPP waren ein voller Erfolg, zu dem nicht zuletzt die unkomplizierte Zusammenarbeit mit der FinanzIT beigetragen hat.“

 

  • Hans-Georg Fenske,
    Leiter Organisation und IT bei der Verbandssparkasse Meldorf, und Ralf Jochims, Interner Projektleiter, konnten mit der Einführung des IFN 40 Prozent der Leitungskosten einsparen.
    hans-georg.fenske(at)spk-meldorf.de

Steckbrief Verbandssparkasse Meldorf

DBS 2007: 716 TEUR
Konten (Giro) 26.226
Mitarbeiter: 177
Geschäftsstellen 19
davon SB-Stellen: 11
Geldautomaten: 23
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Geschäftsbericht 2006

Der Geschäftsbericht 2006 liefert  Details über das Geschäftsjahr 2006 und Informationen aus den FinanzIT-Geschäftsfeldern. Neben den Finanzinformationen finden Sie eine Kennzahlenübersicht

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Letzte Aktualisierung: 04.03.2008