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 Praxis 



Zentrale Produktionsplattform optimiert Infrastruktur

Partnerporträt der NRS Norddeutsche Retail-Service AG

 

Der Markt für Finanzdienstleistungen befindet sich seit Jahren im Umbruch. Im Wettbewerb gestalten sich Ertragssteigerungen schwierig und größere Kostensenkungspotenziale sind kaum realisierbar. Hinzu kommt, dass die qualitativen Anforderungen an die Kreditinstitute steigen.
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, gehen Sparkassen vermehrt Kooperationen ein. Ein besonderes Erfolgsmodell ist dabei die NRS Norddeutsche Retail-Service AG.

 

Die NRS bietet als erstes Unternehmen dieser Art Sparkassen in Norddeutschland eine breite Palette von Dienstleistungen an. Die technische Grundlage der Leistungserbringung für die Mandantensparkassen in Schleswig-Holstein und Niedersachsen bildet dabei die Zentrale Produktionsplattform (ZPP) der FinanzIT.

 

Die NRS hat nach ihrer Gründung im Dezember 2005 zum 1. Juli 2006 ihre operative Tätigkeit aufgenommen. Gesellschafter der NRS sind die HASPA Finanzholding, die Finanzholding der Sparkasse in Bremen sowie der Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein. Mit ihren beiden Tochtergesellschaften Kredit-Service-Center GmbH und ZVS Zahlungsverkehrs- und Transaktionsservicegesellschaft mbH beschäftigt sie zurzeit rund 1.100 Mitarbeiter an den Standorten Hamburg, Bremen und Neumünster.

 

Das Unternehmen bündelt Stabs- und Backoffice-Funktionen in den Bereichen Kreditservice, Marktservice, Finanzen und Controlling sowie Zahlungsverkehr. Ziel ist es, die beteiligten Sparkassen von kundenfernen Tätigkeiten zu entlasten, damit sie sich auf das Vertriebsgeschäft vor Ort konzentrieren können. Durch Effizienz- und Qualitätsgewinne sowie kompetitive Preise der angebotenen Produkte stärkt die NRS die Wettbewerbsfähigkeit der Sparkassen, eröffnet Wachstumschancen und schafft zukunftssichere Arbeitsplätze bei den Sparkassen und der NRS.

 

Mit Blick auf die laufenden und die noch zu erwartenden Veränderungen in der Bankenlandschaft ist hier ein klar zukunftsweisendes Kooperationsmodell im deutschen Sparkassensektor entstanden. „Die NRS agiert in einem wachsenden Outsourcing-Markt für kreditwirtschaftliche Stabs- und Backoffice-Dienstleistungen“, so Dr. Wolfgang Botschatzke, Vorstandsvorsitzender der NRS AG. „Wir sind im Markt der erste Komplett-anbieter für diese abwicklungs- und Know-how-intensiven Funktionen.“ Als einziges Unternehmen dieser Art bietet die NRS alle wesentlichen Abwicklungs- und Stabsfunktionen aus einer Hand an – das so genannte One-Stop-Shopping. „Vier Leistungsbereiche – aber ein Gesprächs- und Verhandlungspartner für die Sparkasse. Einfach, schnell, unkompliziert. Das unterscheidet uns von allen anderen Dienstleistern“, erklärt Botschatzke.

 

Mit ihren Leistungen unterstützt die NRS die Sparkassen bei der Fokussierung auf Vertriebsaktivitäten als ihrem Kerngeschäft. Gleichzeitig reduziert sie die Komplexität der Aufgaben der Institute vor Ort. „Zusätzlich bieten wir Spezialisierungs- und Größenvorteile und können durch Bündelung der Aufgaben und große Mengengerüste Kostensynergien für unsere Kunden realisieren.“ Durch Spezialisierung, einheitliche Standards und effiziente Arbeitsprozesse werden Qualität und Produktivität gesteigert – davon profitieren die Mandanten. Die NRS setzt dabei in keiner Weise die völlige Konformität von Sparkassen voraus, sondern respektiert deren Unterschiede und ermöglicht trotzdem Bündelungs- und Qualitätseffekte.

 

Neben den Gründer-Sparkassen in Hamburg und Bremen arbeiten auch die Sparkasse Südholstein als erste schleswig-holsteinische Sparkasse und die Sparkasse Harburg-Buxtehude als erste niedersächsische mit der NRS zusammen. Auch die Sparkasse Mittelholstein AG hat sich für die Zusammenarbeit mit der NRS entschieden. Ihr kommt eine Vorreiterrolle zu, denn gemeinsam mit der NRS werden so genannte Standard- und Normprozesse für den Bereich Marktservice gestaltet, die zukünftig die Basis für weitere Kundenprozesse sein werden. Auch die Umstellung auf Normprozesse im Bereich Kreditservice ist bereits in Vorbereitung. Die Sparkasse Mittelholstein AG gewährleistet mit diesem Schritt ihre Selbstständigkeit und stärkt ihre Wettbewerbsfähigkeit. Drei weitere Sparkassen in Schleswig-Holstein sind zurzeit im so genannten Migrationsprozess, mit weiteren ist die NRS im Gespräch. Das Erfolgsmodell geht also weiter.

 

IT-Unterstützung für die arbeitsteilige Leistungserbringung. Während die Häuser HASPA und Die Sparkasse Bremen der NRS AG jeweils individuelle, hoch integrative Abwicklungssysteme bereitstellen, setzt die NRS AG im Umfeld von Mandanten aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen auf die Nutzung einer eigenen ZPP-Infrastruktur zur Leistungserbringung.

 

Wesentlicher Unterschied zu den ZPP-Installationen der NRS-Mandanten ist jedoch, dass auf dieser Plattform keine eigenen bankbetriebswirtschaftlichen Anwendungen bereitgestellt werden: Alle bankfachlichen IT-Leistungen für die Mandanten erfolgen auch hier als so genannte Beistellung, das heißt, durch den vom Mandanten autorisierten Zugriff des NRS-Mitarbeiters auf das eigene ZPP- oder SBC-System der Sparkasse selbst. Hierbei unterstützen die Kommunikations- und Betriebskomponenten der ZPP den Zugriff auf die Mandantensysteme der Sparkassen über die Mandantensteuerung. Dabei ist es unerheblich, ob die SBC-Umgebung in der Sparkasse oder bei der FinanzIT betrieben wird: Die Nutzung der für die Leistungserbringung notwendigen Anwendungen und Daten, und nur dieser, ist in jedem Fall sichergestellt.
Dieses Bild wird sich mit der dargestellten Bereitstellung von Normprozessen durch die NRS in den kommenden Monaten verändern, die auf der Basis der Anwendung ventuno.Marktservice auf der ZPP-Infrastruktur der NRS AG im Geschäftsbereich Marktservice zum Einsatz kommen werden.

 

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Letzte Aktualisierung: 04.03.2008