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01_2008
Italien, Frankreich, Spanien, Österreich und Schweden: In diesen Ländern haben sich Strukturen und Marktauftritt der Sparkassenorganisation in den vergangenen beiden Jahrzehnten erheblich verändert. Auslöser dafür waren häufig veränderte Marktgegebenheiten. Verschärfter Wettbewerbsdruck und eine zunehmende Internationalisierung des Bankenmarkts waren Anlass, die traditionellen Strukturen in Frage zu stellen und die Voraussetzungen für eine Konsolidierung unter den Sparkassen zu schaffen. Konstituierendes Element war die Rolle des Staats als Motor und Gestalter der unterschiedlichen Veränderungsprozesse. Die Sparkassenstrukturen im europäischen Ausland sind deshalb maßgeblich Ausdruck veränderter gesetzlicher Rahmenbedingungen. Zu diesem Ergebnis kommt die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen, die die Entwicklung des Sparkassenwesens in den fünf Ländern untersucht hat.
Zwar weisen die jeweiligen Veränderungsschritte deutliche Unterschiede auf, gemeinsam ist ihnen aber, dass in allen Ländern der Gesetzgeber Auslöser und treibender Gestalter des Prozesses war. Reformbedingt kam es in allen fünf betrachteten Ländern zu einer mehr oder minder massiven Konsolidierung im Sparkassenbereich. Die Studie kommt jedoch zum Ergebnis, dass sich die gesetzgeberisch veranlassten Veränderungen ausnahmslos positiv auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Sparkassen ausgewirkt haben. Der Ländervergleich zeigt, dass der Gesetzgeber zahlreiche Ansatzpunkte zur Einwirkung auf gegebene Strukturen besitzt, namentlich um veränderten Marktgegebenheiten und einem verschärften Wettbewerbsdruck Rechnung zu tragen.
Die vollständige Studie gibt es unter: www.helaba.de
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